Die Entwicklung unserer Schwimmhalle

Die Schwimmhalle in Sollstedt wurde im Jahr 1976 eröffnet. Allein dieser Umstand war eine große Errungenschaft für unsere Region. Zu dieser Zeit gab es im gesamten Kreis Nordhausen lediglich direkt in Nordhausen eine kleine Schwimmhalle, das historische Schwimmbad - heute Badehaus - in der jetzigen Grimmelallee. Das Bad hatte in seiner ursprünglichen Form eine Bahnlänge von lediglich 20 Metern, von denen etwa ein Drittel Nichtschwimmerbereich war. Die Breite betrug 10 Meter, sodass mit Leinen vier Bahnen abgetrennt werden konnten.
Von diesem Bad abgesehen existierte in der Region nur noch in Leinefelde eine Schwimmhalle.
Von Anfang an erfreute sich daher das neu erbaute Hallenbad in Sollstedt sehr großer Beliebtheit bei der Bevölkerung. Das Schwimmbecken war von den Projektanten als Wettkampfbecken konzipiert worden. Die Bahnlänge beträgt 25 Meter, die Breite 12,50 m. Demzufolge können fünf Bahnen a 2,50 m abgetrennt werden.
 
Neben dem normalen öffentlichen Schwimmen wurde und wird auch das Schulschwimmen zahlreicher Schulen aus dem Kreisgebiet hier durchgeführt. Ungezählt ist die Anzahl der glücklichen und stolzen Kinder, die in der Schwimmhalle in Sollstedt schwimmen gelernt und ihre Liebe zur Bewegung im Wasser entdeckt haben.
Natürlich fanden auch zahlreiche Sportler eine Heimat im Sollstedter Bad. Neben den Sportschwimmern der Betriebssportgemeinschaften aus Sollstedt und Bleicherode, trainierte auch die Kreisauswahl der Sektion Schwimmen des Kreises Nordhausen in Sollstedt. Selbst Schwimmwettkämpfe, sogar über die Kreisebene hinaus, wurden in Sollstedt durchgeführt. Wer aus anderen Kreisen oder Bezirken der DDR als Sportler zu einem Schwimmwettkampf nach Sollstedt kam, konnte nur selten einen Sieg mit nach Hause nehmen. Die im Kreis-, Bezirks- und DDR-Maßstab sehr erfolgreichen Schwimmsportler aus dem Sollstedter Wasser sind Interessierten sicher noch gut in Erinnerung. Ohne die Sollstedter Schwimmhalle wären die zahlreichen sportlichen Erfolge nicht möglich gewesen.
Auch der Wasserrettungsdienst konnte seinen Nachwuchs an Rettungsschwimmern in Sollstedt ausbilden. Rettungsschwimmer von hier arbeiteten in den Sommermonaten in Freibädern, an Binnenseen und natürlich an der Ostseeküste.
 
Heute trainieren leider keine organisierten Sportschwimmer mehr in Sollstedt. Aber auch das kann sich ja vielleicht wieder ändern. Für Vereine existiert nach wie vor die Möglichkeit, außerhalb der regulären Öffnungszeiten, die Schwimmhalle zu nutzen.
Da es noch immer eine große Anzahl sportlich interessierter Schwimmer gibt, die nicht in Vereinen organisiert sind, wird derzeit beraten, wie man die Trainingbedingungen für sportliches Schwimmen verbessern kann, ohne die anderen Badegäste oder die Sportler selber zu gefährden. Ziel ist es, unter der Bezeichnung SwimFit Training an bestimmten Tagen zumindest einen Teil der Halle wieder mit Leinen abzuteilen, um ein effektiveres Training zu ermöglichen. Bei entsprechendem Interesse wäre sogar die Betreuung durch einen Schwimmtrainer möglich. Sobald es hierzu neue Erkenntnisse gibt, werden wir diese auf der Website publizieren.
Darüber hinaus werden derzeit mehrere Kurse Aquafitness in Sollstedt durchgeführt. Die Anzahl der Interessierten steigt ständig, sodass es inzwischen sogar eine Warteliste gibt.
 
Kurzum, das Hallenbad in Sollstedt war und ist für zahlreiche schwimmaffine Menschen, für Sportler, Kinder und Erholungsuchende eine Heimat. Dazu beizutragen, das das auch noch lange so bleibt, ist das Hauptanliegen unseres Fördervereins.
 
Dirk Zielinski